Sehr geehrte Besucher,

auf dieser Seite veröffentlichen wir das Material , dass uns per Post, Email oder auf anderen Wegen von Ihnen zugesandt worden ist.

Aus Platzgründen wird der Inhalt regelmäßig ausgetauscht. Wir bitten um Verständnis.

Mais verdrängt Wiesen – den Störchen fehlt Nahrung

Wiesen sind ein wichtiger Lebensraum für viele Tierarten. In MV darf seit 2008 der Grünlandanteil nicht mehr verringert werden. Trotzdem machen Bauern immer noch Wiesen zu Ackerland. Bad Doberan (OZ) - Storchenschützer vermuten, dass die Störche in Gerdshagen nicht mehr genug Nahrung finden, um ihre Jungen aufzuziehen. Vor zwei Jahren hat ein Agrarbetrieb ein Stück Wiese in der Nähe des Storchenhorstes zum Maisacker gemacht. Schon 2009 und auch 2010 blieb das Nest ohne Nachwuchs. Landwirt Jochen Walter ist überrascht, dass das an seinem Mais liegen soll. Erst kürzlich sei er von der Naturschutzbehörde dafür gelobt worden, dass er bei Hohen Luckow Grünland an einem Bachlauf angesät habe. Doch Prof. Dr. Stefan Kroll, Wissenschaftler an der Rostocker Universität und ehrenamtlich im Weißstorchschutz engagiert, kennt die Statistik: Von 2000 und 2008 zogen Storcheneltern in Gerdshagen 14 Jungvögel auf, seit zwei Jahren nun keinen mehr. Seit 2008 regelt die Landesverordnung zum Erhalt von Dauergrünland, dass der Grünlandbestand nicht weiter verringert werden darf, bestätigte Dr. Wolfgang Thiemann vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt in Bützow. Der Wiesenverlust in Gerdshagen wiegt aus Sicht der Storchenfreunde besonders schwer, denn das Dorf liegt mitten in einem Europäischen Vogelschutzgebiet.

Quelle: " Ostsee Zeitung ", 14.08. 2010, S.7

Link: http://www.ostsee-zeitung.de/nachrichten/mv/index_artikel_komplett.phtml?param=news&id=2860818

Zugesand von: H. Fabian aus STRALSUND

 

Erste Storchenküken in den Nestern

Ribnitz-Damgarten (dpa/mv) - In Mecklenburg-Vorpommern sind die ersten Storchenküken geschlüpft. Die Jungvögel stammten von Eltern, die frühzeitig - bis Ende März - aus dem Winterquartier zurückgekehrt waren, sagte Landesstorchenbetreuer Hans-Heinrich Zöllick am Mittwoch der dpa. Die Brutzeit betrage 32 Tage. Während den Altstörchen die derzeitige kalte Witterung nichts ausmache, könnten Kälte und Nässe für die Jungen gefährlich werden. Sie seien am Bauch fast nackt und würden sich schnell unterkühlen. Hoffnung auf reichlich Nachwuchs bei den Storchenpaaren machte Zöllick nicht, nachdem er eine Reihe von Horsten bei Ribnitz-Damgarten (Nordvorpommern) inspiziert hatte.

Quelle: Ostsee Zeitung, 12.05.2010

Link: http://www.ostsee-zeitung.de/ribnitzdamgarten/index_artikel_komplett.phtml?param=news&id=2768133

Zugesand von: H.Fabian aus STRALSUND

 

Störche in Vorpommern auf dem Rückzug

"Nach der Rückreise-Welle in heimische Gefilde fällt die Storchenbilanz immer erschreckender aus. 2009 wurden nur halb so viele Jungtiere geboren wie im Vorjahr. Adebar fühlt sich in Nordvorpommern nicht mehr wohl.

Grimmen (OZ) - Lange Beine und ein schreitender Gang. Der Weißstorch hat sich vor allem als Klapperstorch einen Namen gemacht: Er ist es, der die Kinder bringt — heißt es im Volksmund. Um seinen eigenen Nachwuchs ist es allerdings schlecht bestellt. Die Storchenpaten im Kreis zählen immer weniger Paare.

Ein Blick in die Statistik macht deutlich: seit dem Jahr 2003 geht es für die Rotstrümpfe kontinuierlich bergab. Den stärksten Einbruch verzeichneten Landesstorchenvater Hans-Heinrich Zöllick und seine Mitstreiter im vergangen Jahr. Nur noch 106 Brutpaare und damit fast 20 weniger als 2008 wurden in Nordvorpommern gezählt. Noch dramatischer fällt die Bilanz bei den Jungtieren aus. 122 junge Störche wurden im Kreis groß gezogen. Das waren nicht einmal mehr halb so viele wie im Vorjahr (248 Jungstörche).

Klar ist, dass es nicht an den Nisthilfen liegt. „Etwa 155 Nester gibt es in Nordvorpommern. Die Zahl ist seit Jahren konstant“, sagt Dr. Andreas Osterland von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises. Alle Nisthilfen würde man regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf mit Unterstützung des Stromversorgers E.on edis reparieren. Dass im vergangenen Jahr ein radikaler Einbruch bei Familie Adebar verzeichnet wurde, hänge unter anderem mit dem sehr trockenen Frühjahr zusammen, sagt Andreas Osterland. Doch allein darauf wollen die Naturschützer den Negativtrend nicht zurückführen.

Weißstörche lieben es, nasse Füße zu bekommen. Mit ihren roten Stelzbeinen staksen sie suchend durch Sümpfe, Auen und Wiesen. Es müssen nicht immer Froschschenkel sein. Mäuse stehen auf ihrem Speisezettel ganz oben. Doch ihre Jungen im Nest täglich mit mehr als einem Kilogramm frischer Kost zu füttern, wird für die Storcheneltern immer schwieriger. Die Nahrung fehlt. „Und das ist der Hauptgrund, warum sich die Störche bei uns nicht mehr wohlfühlen“, sagt Andreas Osterland.

Vor allem aus der Tatsache, dass sich auf den renaturierten Flächen, beispielsweise an der Recknitz, der Bestand nicht verändert und eher noch etwas wächst, ziehen die Storchenfreunde ihre Rückschlüsse. Es scheint, als gefallen den Tieren die anderen Gebieten einfach nicht mehr. Die Naturschützer sehen die Ursache dafür im Umbruch von Grünland und der zunehmenden landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen. Dr. Holger Brandt, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, weist diesen Vorwurf zurück. „Es gibt von der Europäischen Union ein striktes Verbot, Grünland umzubrechen.“ Allerdings räumt er ein, dass stillgelegte Flächen nach einigen Jahren durchaus auch mal umgepflügt und neu angesät werden, wenn dort nicht mehr genug Gras wächst, das als Tierfutter gebraucht wird.

„Schließlich handelt es sich um landwirtschaftliche Nutzflächen. Dass der Naturschutz stets noch ein bisschen mehr möchte, ist klar. Nicht immer kann man alle Interessen unter einen Hut bringen.

Damit niemand zu kurz kommt, gibt es gesetzliche Regelungen“, sagt Holger Brandt.

Sauer sind die Storchenfans auch wegen der größer werdenden Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe, mit denen Biogasanlagen betrieben werden. Sie würden den Störchen langsam stinken, denn wo Mais und Raps kultiviert werden, fühlen sich Mäuse nicht besonders wohl. Und ohne Maus kein Futter.

Holger Brandt versucht zu beschwichtigen: Grundsätzlich seien sich die Landwirte ihrer Verantwortung für die Natur bewusst und unterstützen auch Projekte für Störche, betont der Geschäftsführer. So habe Wilfried Lenschow, der im Bauernverband als Vorreiter in Sachen Naturschutz gilt, gemeinsam mit Hans-Heinrich Zöllick zu einer Aktion aufgerufen, bei der die ehrenamtlichen Storchenpaten unterstützt werden."

Quelle: Ostsee Zeitung, 23.04.2010

Link: http://www.ostsee-zeitung.de/grimmen/index_artikel_komplett.phtml?param=news&id=2751633

Zugesand von: H.Fabian aus STRALSUND

 

Storchen-Freunde helfen Rehe durch den Winter

"Pasewalk (dpa) - Der schneereiche Winter sorgt bei Tierfreunden in Papendorf bei Pasewalk (Kreis Uecker-Randow) für ungewöhnliche Arbeit. ´Innerhalb einer Woche haben wir schon drei Rehe aufgenommen und wieder ausgewildert´, sagte der Leiter des Storchenhofes Papendorf, Jens Krüger, am Montag.

Zuletzt hatte das Technische Hilfswerk am Samstag beim Einsatz einen jungen Rehbock erschöpft gefunden. ´Der hatte sich aber am Sonntag schon so erholt, dass er mich angegriffen hat - da haben wir ihn wieder rausgelassen´, sagte Krüger.

Ein weiterer Schwerpunkt sei derzeit die Bergung von Schwänen mit Eisklumpen im Gefieder aus Gewässern."

Quelle: Ostsee Zeitung, 01.02.2010

Link: http://www.ostsee-zeitung.de/nachrichten/mv/index_artikel_komplett.phtml?param=news&id=2681554

Zugesand von: H.Fabian aus STRALSUND

 

Weniger Nahrung, weniger Störche

Artikel-Auszug:

"... Wie Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus informiert, werde es für die Tiere immer schwieriger, die etwa 500 bis 700 Gramm Nahrung, die ein ausgewachsener Storch täglich benötigt, zu finden. Ein Jungvogel brauche für einen kurzen Zeitraum bis zu 1600 Gramm Nahrung pro Tag, sodass der tägliche Bedarf einer ganzen Storchenfamilie bei 4600 Gramm liege.

„Deshalb ist der Erhalt der Nahrungsräume von entscheidender Bedeutung für die Bestandsentwicklung des Weißstorches“, betont der Minister und verweist auf zahlreiche Förderprogramme, die auch dem Erhalt der Lebensgrundlage des Storches nützen. So enthalte das ländliche Entwicklungsprogramm zahlreiche Teilmaßnahmen, die in ihrer Wirkung geeignet sind, die Lebens- und Nahrungsbedingungen des Weißstorches nachhaltig zu verbessern, beispielsweise durch die Renaturierung von Fließgewässern, die naturnahe Gestaltung von Uferbereichen sowie den Erhalt und die Entwicklung von Feuchtlebensräumen.

Ein Lob richtet Till Backhaus an die Horstbetreuer. „Ihr Einsatz war und ist in hohem Maße von Idealismus geprägt und bedarf weiterhin der Unterstützung und Förderung.“ Der Minister hofft, dass sich künftig verstärkt jüngere Menschen finden, die den „Staffelstab“ übernehmen."

 

Quelle: Ostsee Zeitung, 28.10.2009

Link: http://www.ostsee-zeitung.de/ozdigital/archiv.phtml?param=news&id=2594694

Zugesand von: H.Fabian aus STRALSUND

 

Störche hungern und bekommen keinen Nachwuchs

"Röbel/Schwerin (dpa) In MV brüten immer weniger Weißstörche. Die Zahl der Brutpaare sei 2009 auf rund 780 gesunken, etwa zehn Prozent weniger als 2008, sagte Landesstorchenbetreuer Hans-Heinrich Zöllick am Wochenende beim diesjährigen Landesstorchentag in Röbel (Müritzkreis). Eine Ursache sei der Nahrungsrückgang. Wegen der Bioengerieförderung würden auf immmer mehr Flächen Mais und Raps angebaut. Feuchtes Grünland mit Amphibien als Futter für die Störche gebe es immer weniger.

Bundesweit wird die Zahl der Brutpaare bei Weißstörchen auf rund 4.000 geschätzt, die mmeisten davon in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die Naturschutzverbände wollen jetzt verstärkt die Landwirte aufrufen, den Störchen wieder mehr Lebensraum zu verschaffen. Der Erhalt der Nahrungsräume sei von entscheidender Bedeutung beim Storchenschutz, erklärte auch Landesumweltminister Till Backhaus (SPD). Backhaus appellierte an die Bauern, dafür verstärkt Förderprogramme zu nutzen. Laut Zöllick wurden die meisten Brutpaare 2004 gezählt. Damals waren es 1.150 Paare, 2005 dagegen nur 850.

In diesem Jahr gab es auch unglückliche Todesfälle beim mStorchennachwuchs. So war laut Naturschutzbund (NABU) im Mai in einem Nest mit drei Jungen in Pogez (Nordwestmecklenburg) ein Jungstorch gefundejn worden, der an einem Rehkitzbein erstickt war. Die Naturschützer vermuten, dass das Kitz bei Mäharbeiten zu Tode gekommen war und ein Altstorch es ins Nest geschleppt hatte."

Quelle: Ostsee Zeitung, 26.10.2009

Zugesand von: H.Fabian aus STRALSUND

 

Störche holen Golfbälle ins Nest

"Für ungewöhnliche Brutobjekte haben sich zwei verwirrte Störche in Krogaspe (Schleswig-Holstein) entschieden: Sie haben sich Golfbälle ins Nest geholt. Mitten auf einem Golfplatz versuchen sie, die harten kleinen Kugeln auszubrüten. In ein Gelege hätten sich die Vögel zehn, in ein weiteres drei "Ersatzeier" geholt, teilte Platzbetreiber Chris Parker gestern mit. Die Golfer hatten mehrmals vergeblich versucht, die Störche zum Umzug zu bewegen. Letztendlich zogen sie einen kleinen Zaun um die Tiere, um sie vor herumfliegenden Bällen zu schützen."

Quelle: " Nordkurier ", 14.05. 2005

Zugesand von: Jens aus PAPENDORF





 | Index | Regionkarte | Tabelle | Links | Über uns | Bilder | Webcam | Kontakt | Aktuelles |